Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,
wir begrüßen Sie herzlich auf den Seiten unserer Klinik!

Ältere Menschen sind oft besonderen Belastungen ausgesetzt: Körperliche Beeinträchtigungen und Erkrankungen, Verluste von nahestehenden Personen oder eine abnehmende geistige Leistungsfähigkeit können eine psychische Erkrankung auslösen, wie beispielsweise eine Depression. Psychische oder geistige Beeinträchtigungen können jedoch auch selbst Folge einer Erkrankung des Körpers bzw. des Gehirns sein, wie bei einer Demenz.

Da körperliche, seelische und geistige Veränderungen bei älteren Menschen oft besonders eng ineinander spielen, ist in der Gerontopsychiatrie eine ganzheitliche Sicht unverzichtbar, um das seelische Gleichgewicht und die Lebensqualität bestmöglich wiederherzustellen. Dabei orientieren wir uns am individuellen Menschen in seinem Lebensumfeld und mit seinen Bedürfnissen, Ressourcen und besonderen Herausforderungen. Dies schließt auch die enge Zusammenarbeit mit Angehörigen ein.

Wir behandeln in unserer Klinik alle psychischen Erkrankungen bei Menschen ab 65 Jahren, am häufigsten Depressionen und Demenzen, aber auch Suchterkrankungen, Angststörungen oder Psychosen. Dabei steht für uns der Mensch in seinem jeweiligen Alltag im Mittelpunkt.  Bestmögliche Bedingungen bieten uns dabei nicht nur ein hochmodernes Klinikgebäude, sondern auch eine Behandlung zuhause im Rahmen eines von den Kassen geförderten Modellprojekts. Dadurch ist es uns möglich, alle Behandlungsmöglichkeiten – vom stationären Aufenthalt, über Ambulanz bis zum Hausbesuch – aus einer Hand anzubieten. Wir orientieren uns bei Diagnostik und Therapie am neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung.

Dr. Fabian Fußer
Chefarzt     

Rita Becker-Scharwatz
Pflegedienstleitung

 

Notfälle und stationäre Aufnahme: 06349 900-2626 (Montag bis Freitag, 8.00 bis 16.00 Uhr)

Zur Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie gehören drei stationäre Bereiche mit jeweils eigenen Schwerpunkten:

  • Die Station G1 dient als Aufnahmestation, hier werden alle psychischen Erkrankungen im Alter behandelt.
  • Die beschützende Station G2 versorgt vorrangig Menschen in akuten psychischen Krisen, akuten Verwirrtheitszuständen oder herausforderndem Verhalten bei Demenzen.
  • Auf der Station G3 werden überwiegend Betroffene mit Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen behandelt, aber auch Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und leichten kognitiven Störungen.

Darüber hinaus gibt es teilstationäre und ambulante Angebote, wobei die jeweilige Behandlungsart individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst wird. Im ambulanten und aufsuchenden Bereich arbeiten wir mit dem Zuhause-Behandlungs-Team (FACT = "Flexible Assertive Community Treatment" ).

Innerhalb der Gerontopsychiatrischen Institutsambulanz (G-PIA) ist die Gedächtnisambulanz zur Früherkennung von Demenzen hervorzuheben. Hier werden Probleme mit dem Gedächtnis und der geistigen Leistungsfähigkeit umfassend diagnostisch abgeklärt und behandelt.

Die Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie bietet auch Tagesstätten für ältere Menschen sowie Unterstützung in Angehörigengruppen an.

In der Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie arbeitet ein multiprofessionelles Team Hand in Hand zusammen: Ärzt*innen, Pflegepersonal, Psychologische Psychotherapeut*innen, verschiedene Spezialtherapeut*innen sowie Fachkräfte aus dem Bereich Soziale Arbeit bringen ihre Fähigkeiten und Kenntnisse ein, um Patientinnen und Patienten ressourcenorientiert zu behandeln und für ein selbstbestimmtes Leben zu stärken.

Mehr

Als größte Einrichtung zur Behandlung psychischer Erkrankungen in der Pfalz bieten wir für verschiedene Berufszweige praktische Tätigkeiten im Rahmen der jeweiligen Aus- und Weiterbildung an. Dies beinhaltet etwa die Praktika im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung und im Rahmen der Pflegestudiengänge, Praktika im Rahmen des Psychologiestudiums, die praktische Tätigkeit im Rahmen der Ausbildung zum*r Psychologischen Psychotherapeut*in (1200 oder 1800 Stunden), Famulaturen oder das Praktische Jahr im Medizinstudium, sowie die Facharztausbildung Psychiatrie. Für Medizinstudierende bieten wir außerdem Stipendien an.

Hier finden Sie weitere Informationen über das Pfalzklinikum als Arbeitgeber sowie alle aktuellen Stellenangebote.

Um an der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten sowie einem besseren Verständnis der Grundlagen unseres Faches mitzuwirken, kooperieren wir mit verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das hilft uns, uns am aktuellen Stand der Forschung eines sich rapide entwickelnden Fachbereichs zu orientieren. Außerdem können wir dadurch auch Möglichkeiten bieten, für Studierende oder Promovierende wissenschaftliche Projekte im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten (Bachelor, Master oder Promotion) durchzuführen.

Im Rahmen von Forschungsprojekten bestehen aktuell Kooperationen mit

Ferner sind wir nicht nur an der Durchführung, sondern auch an der Evaluation des vom Land Rheinland-Pfalz geförderten, bundesweit größten Modellvorhabens zur integrierten und sektorenübergreifenden Behandlung beteiligt.

Originalarbeiten
  • Frisch, S. (2022) Im Sog der Erzählung – Erinnerungen an Oliver Sacks. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy; 173:w10066.
  • Ibnidris, A.*, Fußer, F.*, Kranz, T., Prvulovic, D., Reif, A., Pantel, J., Albanese, E., Matura., S. (2022) Investigating the association between polygenic risk scores for Alzheimer’s Disease with cognitive performance and intrinsic functional connectivity in healthy adults. Front Aging Neurosci.; 837284. doi: 10.3389/fnagi.2022.837284.
  • Gehrig, J., Bergmann, H.J., Fadai, L., Soydaş, D., Buschenlange, C., Naumer, M.J., Kaiser, J., Frisch S., Behrens, M., Foerch, C., Yalachkov, Y. (2022) Visual Search in Naturalistic Scenes Reveals Impaired Cognitive Processing Speed in Multiple Sclerosis. Front Neurol., doi: 10.3389/fneur.2022.838178.
  • Matura, S., Prvulovic, D., Mohadjer, N., Fusser, F., Oertel, V., Reif, A., Pantel, J., Karakaya, T. (2021) Association of dietary fat composition with cognitive performance and brain morphology in cognitively healthy individuals. Acta Neuropsychiatr.;33(3):134-140. doi: 10.1017/neu.2021.1.
  • Frisch, S. (2021) Why Biological Psychiatry Hasn't Delivered Yet - and Why Neurology Knows. Psychiatry Investig. 18(12):1145-1148. doi: 10.30773/pi.2021.0258. 
  • Frisch, S., Métraux, A. (2021) A matter of quality: Kurt Goldstein's assessment of the abstract attitude after brain damage. Arq Neuropsiquiatr. 79(8):748-751. doi: 10.1590/0004-282X-ANP-2020-0606.
  • Frisch, S. (2021) The Tangled Knots of Neuroscientific Experimentation. Integr Psychol Behav Sci. doi: 10.1007/s12124-021-09617-9.
  • Weitnauer, L., Frisch, S., Melie-Garcia, L., Preisig, M., Schroeter, ML., Sajfutdinow, I., Kherif, F., Draganski, B. (2021) Mapping grip force to motor networks. Neuroimage, 229:117735. doi: 10.1016/j.neuroimage.2021.117735. 
  • Yalachkov, Y., Soydaş, D., Uhlmann, V., Behrens, M,. Frisch, S., Foerch, C., Gehrig, J. (2020) Impact of psychiatric distress and physical disability on quality of life in neuromyelitis optica spectrum disorder and chronic autoimmune demyelinating polyneuropathies. Mult Scler Relat Disord.;48:102711. doi: 10.1016/j.msard.2020.102711.
  • Métraux, A. & Frisch, S. (2020). Some critical remarks on the epistemology of functional magnetic resonance imaging (fMRI). Science & Philosophy, 8, 63-74.
  • Yalachkov, Y., Uhlmann, V., Bergmann, J., Soydaş, D., Frisch, S. et al. (2020). Patients with chronic autoimmune demyelinating polyneuropathies exhibit cognitive deficits which might be associated with CSF evidence of blood-brain barrier disturbance. PLoS One 15, e0228679. 10.1371/journal.pone.0228679.
  • Mueller, K., Thiel, F., Beutner, F., Teren, A., Frisch, S. et al. (2020). Brain Damage With Heart Failure: Cardiac Biomarker Alterations and Gray Matter Decline. Circ Res., 126, 750–764.
  • Matura, S., Köhler, J., Reif, A., Fusser, F., Karakaya, T., Scheibe, M., Ehret, F., Hartmann, D., Kang, J.S., Mayer, C., Prvulovic, D., Pantel, J. (2020) Intrinsic functional connectivity, CSF biomarker profiles and their relation to cognitive function in mild cognitive impairment. Acta Neuropsychiatr;32(4):206-213. doi: 10.1017/neu.2019.49.
  • Croneis, M. (2020) Professionelles Pflegetraining in der Gerontopsychiatrie für Angehörige. Psych. Pflege Heute; 26: 128–133.
Kongressbeiträge 
  • Frisch, S., Stasik, E., Holzberger, M.-L., Heider, B., Becker-Schawatz, R. & Fußer, F. (2021) Flexible Assertive Community Treatment in der Gerontopsychiatrie (FACT-G):  Eine Idee mit Zukunft?! DGPPN-Kongress, 24.-27.11.2021, Berlin.
  • Frisch, S. & Métraux, A. (2021) Eine Sache der Qualität: Kurt Goldsteins Diagnostik der Abstrakten Einstellung. DGPPN-Kongress, 24.-27.11.2021, Berlin.
  • Fußer, F., Omeragić, E., Klein, J., Reif, A., Matura, S., Prvulovic, D., Pantel, J., Karakaya, T. (2021) Impact of BIN1 and PICALM gene variants on neuropsychology and white matter microstructure in cognitively healthy elderly. DGPPN-Kongress, 24.-27.11.2021, Berlin.
  • Fußer, F., Omeragić, E., Reif, A., Matura, S., Prvulovic, D., Pantel, J., Karakaya, T. (2020) Impact of BIN1 gene variants on neuropsychology and white matter microstructure in cognitively healthy elderly. DGPPN-Kongress, 26.-28.11.2020, Berlin. 
Buchbeiträge 
  • Karakaya, T., Fußer, F., Schröder, J., Pantel, J., Demenzen und leichte kognitive Beeinträchtigung. In: Pantel, J., Bollheimer, C., Kruse, A., Schröder, J., Sieber, C. Tesky, V., Praxishandbuch Altersmedizin (Geriatrie - Gerontopsychiatrie – Gerontologie), 2., erweiterte und überarbeitete Auflage 2021.

Kooperationen

  • Assoziation von Polygenen Risikoscores (PRS) für die Alzheimer-Erkrankung mit funktionellen und strukturellen MR-Markern bei gesunden Älteren Kooperation mit Prof. J. Pantel (Institut für Allgemeinmedizin, Abteilung Altersmedizin, Universität Frankfurt) & Prof. Dr. A. Reif, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinik, Frankfurt am Main) 
  • Erinnern der Lebensgeschichte (Erinnerung und Identität bei Alzheimer-Demenz und Depression im Alter) 
    Das Projekt exploriert den Zusammenhang zwischen autobiographischem Erinnern und Identität anhand von pathologischen Veränderungen des Erinnerns durch eine Alzheimer-Demenz und eine rezidivierende depressive Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollen
    Kooperation mit Prof. Dr. T. Habermas, Fachbereich Psychologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main), 4 Psychologie-Masterierende der Uni Frankfurt 
  • Schmerzstörungen im Alter. Zusammenhang zwischen Schmerzstörungen und Depression bei älteren Menschen
    Kooperation im Rahmen einer DFG-geförderten Studie zur expositionsbasierten Schmerztherapie der Universität Landau (Prof. J. Glombiewski) 
  • Störungseinsicht bei Demenz und Depression. Einsicht in kognitive Defizite bei älteren Patienten mit rezidivierender Depression sowie Alzheimer-Demenz in Abhängigkeit von kognitiven Leistungen sowie Psychopathologie
    Erhebung mit Questionnaire on metacognition (Klusmann et al, 2011) sowie kognitiver Testung/Fragebögen zur Befindlichkeit 
  • Entwicklung Tablet-gestützter testpsychologischer Anwendung in der Gerontopsychiatrie
    Kooperation mit Dipl.-Psych Jan Spilski, Technische Universität Kaiserslautern, Fachbereich Sozialwissenschaften, Kognitive und Entwicklungspsychologie (Leitung: Prof. Dr. T. Lachmann) 

 

Eigene Projekte 

  • FACT-basierte Zuhause-Behandlung in der Gerontopsychiatrie
    Etablierung und Evaluierung einer in der Gerontopsychiatrie neuen, multiprofessionell-aufsuchenden Versorgungsform im Rahmen des Modellvorhabens am Pfalzklinikum 

Sie suchen nach einer neuen beruflichen Aufgabe im Bereich Gerontopsychiatrie? Aktuelle Angebote finden Sie in unserem Stellenmarkt.

Notfälle und stationäre Aufnahme:
Tel.: 06349 900-2626
(Montag bis Freitag 8.00 bis 16.00 Uhr)

G-PIA und Gedächtnisambulanz
Tel.: 06349 900-2606 sowie 06349 900-2604
(Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr)

Sekretariat:
Tel.: 06349 900-2601 oder -2602
(Montag–Donnerstag 8.00 bis 16.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr)

 

Kontaktpersonen

Dr. Fabian Fußer

Chefarzt

Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

06349 900-2601
fabian.fusser@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

zur Kurzvita

Rita Becker-Scharwatz

Pflegedienstleiterin

Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

06349 900-2605
rita.becker-scharwatz@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

zur Kurzvita

Melanie Braun

Sekretärin

Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

06349 900-2601 -2602
06349 900-2699
melanie.braun@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

Susanne Sarter-Arnold

Sekretärin

Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

06349 900-2601 -2602
06349 900-2699
susanne.sarter-arnold@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

Dr. Stefan Frisch

Leitender Psychologischer Psychotherapeut

Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

06349 900-2616
stefan.frisch@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

 

Marie-Luise Holzberger

Pflegerische Fachbereichsleiterin für ambulante und teilstationäre Angebote

Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

06349 900-2601 -2606
06349 900-2619
marie-luise.holzberger@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

Roswitha Feitig

Patientenfürsprecherin

Klingenmünster, Landau, Speyer

06349 900-2036
roswitha.feitig@pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

 

Sprechstunde jeden Donnerstag ab 16:00 Uhr

Im Notfall

Sie benötigen Hilfe? Ihnen oder einem Familienmitglied geht es schlecht? Ärztliche Hilfe wird so schnell wie möglich benötigt?

In dringenden Fällen erreichen Sie uns Tag und Nacht unter:

06349 900-2020

Weitere Notfallnummern finden Sie hier.