Angebote in Kaiserslautern

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Die Einrichtung in Kaiserslautern verfügt über 80 vollstationäre Betten auf 4 Stationen und übernimmt die Pflichtversorgung für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern. Die psychiatrisch-psychotherapeutische Institutsambulanz sowie die OEG-Traumaambulanz, eine Soforthilfe bei psychischem Trauma für Opfer von Gewalttaten, vervollständigen das Behandlungsangebot. 

Die Station KL 1

Die Station KL 1 ist eine Intensive Care Unit. Behandelt werden Patient*innen, die aufgrund ihrer akuten Symptomatik mit exaltierten Verhaltensweisen, Agitation, Aggressivität, Intoxikation oder Suizidalität eine intensive medizinische Einzelbetreuung benötigen. Entsprechend dem Safewards-Konzept mit Integration von Soteria-Elementen und professioneller Deeskalation werden den Patient*innen Sicherheit durch Beziehung und Milieu vermittelt.

Die Stationen KL 2 und KL 3

Im Rahmen des allgemeinpsychiatrischen Konzeptes werden Patient*innen mit Suchterkrankungen, Psychosen, affektiven Störungen und Demenzen behandelt. Für diese Patient*innen werden auf das Krankheitsbild und spezielle Gruppentherapien angeboten. Darüber hinaus kann für therapieresistente Depressionen eine Ketaminbehandlung (off-label nach Aufklärung) durchgeführt werden. Elektrokonvulsionsbehandlungen werden bei therapieresistenten Depressionen oder Schizophrenien angeboten.

Die Station KL2 ist eine allgemeinpsychiatrische Station mit Schwerpunkt auf Abhängigkeitserkrankungen. Die „Qualifizierte Entgiftungsbehandlung“ wird insbesondere bei Härtefällen wie z. B. drohendem Arbeitsplatzverlust über ein „Nahtlosverfahren Langzeitentgiftungsbehandlungen“ eingeleitet oder innerhalb von 21 Tagen ein spezifisches, auf Suchterkrankungen zugeschnittenes multiprofessionelles Therapieprogramm, das u. a. eine tägliche Ohr-Akupunktur nach dem NADA-Protokoll beinhaltet, durchführt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die verbesserte Verzahnung von suchtspezifischen Behandlungen im ambulanten, teilstationären und vollstationärem Setting.

Die Station KL 3 ist eine allgemeinpsychiatrische Station mit Schwerpunkt auf Erkrankungen aus dem dementiellen Formenkreis. Letztere erhalten bereits bei Aufnahme ein interdisziplinäres geriatrisches Assessment zur Ermittlung der erhaltenen somatischen und kognitiven Fähigkeiten, der vorhandenen Ressourcen sowie der sozialen Situation. Neben Differentialdiagnostik und kritischer Evaluation der vorhandenen Medikation ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung, neben Aktivierung und Regulation des Tages-Nacht-Rhythmus, das MAKS (Motorische, Alltagspraktische, Kognitive und Soziale Aktivierung). MAKS wird täglich interdisziplinär durch Gesundheitspfleger*innen,  Sporttherapeut*innen, Kunst-, Musik- und Ergotherapeut*innen durchgeführt wird.

Die Station KL 4

Die Station KL 4 hat einen psychosomatischen und psychotherapeutischen Behandlungsschwerpunkt. Behandelt werden Patient*innen mit Depression, Angsterkrankung, Persönlichkeitsstörung, Essstörung, Traumafolgestörung, Lebenskrisen oder psychosomatischen Beschwerden wie z.B. chronische Schmerzen. Therapeutisch werden tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Verfahren eingesetzt. Indikationsbezogene Gruppentherapien ergänzen die individuelle psychotherapeutische Behandlung unter Integration aufdeckender sowie stabilisierender Kunst- und Musiktherapie.

Der Garten der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Kaiserslautern ist für Patientinnen und Patienten nutzbar.

Die ambulante Behandlung 

In der Institutsambulanz werden Patientinnen und Patienten psychiatrisch und therapeutisch in einem ambulanten Rahmen begleitet und können ansonsten ihren beruflichen und familiären Aufgaben nachkommen. 

Das Behandlungskonzept 

Das bio-psycho-soziale Behandlungskonzept beinhaltet medizinische, pflegerische, psychotherapeutische, sozialtherapeutische, sporttherapeutische und kreativtherapeutische Angebote im Einzel- und Gruppensetting. Vertreterinnen und Vertreter all dieser Berufsgruppen arbeiten dabei Hand in Hand. Der Behandlungsplan wird individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt. 

Behandlungsmethoden

Neben den klassischen Behandlungsmethoden integrieren wir alternative Verfahren wie z.B. die Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll und Yoga.

Das soziale Umfeld 

Angehörige und Freunde der Patienten und Patientinnen werden aktiv in die Behandlung miteinbezogen. In unserer Klinik finden Angehörigenvisiten, Angehörigengespräche und eine Angehörigengruppe statt. Die Einbindung des sozialen Umfeldes ist uns sehr wichtig, da nur dadurch ein stabiler Behandlungserfolg erreicht werden kann. Wenn erforderlich und gewünscht, führen wir auch Hausbesuche bei unseren Patienten und Patientinnen durch. 

Die integrierte Versorgung 

Für Patienten der DAK, die an einer Psychose leiden, wird im Rahmen eines Modellprojektes eine integrierte Versorgung angeboten. Dabei werden Patienten bereits während des stationären Aufenthaltes von Mitarbeitern der integrierten Versorgung aufgesucht und nach ihrer Entlassung von diesen zu Hause weiterbetreut.  

Die Vernetzung in die Gemeinde 

Unser gemeindepsychiatrischer Ansatz zeigt sich in einer engen Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen der Landkreise, die wir aktiv unterstützen. Wir beteiligen uns an einem Psychose-Seminar, welches sich aus Betroffenen, Angehörigen und professionellen Helfern zusammensetzt. Wir engagieren uns im Arbeitskreis "Kinder psychisch kranker Eltern" und bieten für Familien und Alleinerziehende eine spezielle Gruppe an. Außerdem sind wir an vielfältigen kulturellen Aktivitäten wie z.B. Film- und Theatervorführungen oder Kunstausstellungen beteiligt. 

Aufnahme 

Für eine Aufnahme benötigen Sie eine ärztliche Einweisung. Die Kosten übernimmt Ihre Krankenkasse. Im Notfall können Sie sich rund um die Uhr an uns wenden. 

Wir vereinbaren gerne mit Ihnen einen Termin zur Klärung Ihrer Fragen und beraten Sie gerne über für Sie geeignete Behandlungsmöglichkeiten. 

 

OEG-Traumaambulanz

Opfer von Gewalttaten haben in vielen Fällen ein psychisches Trauma, also eine Verletzung der Seele, erlitten. Die Praxis hat gezeigt, dass trotz der Akutintervention bei Gewalttaten durch Ersthelfer, Kriseninterventionsteams, Notfall-Seelsorger und andere betreuende Personen dies nicht immer ausreicht. In diesen Fällen ist eine  unmittelbare fachspezifische  Weiterbetreuung der Gewaltopfer sinnvoll.

Das Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) regelt, dass Kriminalitätsopfer oder ihre Hinterbliebenen auf Antrag Hilfen bekommen. Das OEG wird in Rheinland-Pfalz vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung durchgeführt.

Wer kann sich an die OEG-Traumaambulanz wenden?

Opfer von Gewalttaten, insbesondere Fälle

  • mit Kapitalverbrechen (z.B. schwere Körperverletzung)
  • mit Vergewaltigungen
  • mit sogenannten Schockschäden (z.B. Tatzeugen von Mord, Totschlag, schwerer Körperverletzung).

Es muss sich dabei um ein aktuelles Tatgeschehen handeln.

Sie erreichen uns:
Montag bis Donnerstag 8.00 bis 16.00 Uhr
Freitag 8.00 bis 15.00 Uhr
unter der Tel-Nr. 0631-5349-2201

Chefärztin

Dr. Gudrun Auert

Pflegedienstleiterin

Prof. Brigitte Anderl-Doliwa

Allgemeine Anfragen

06349 900-2120

Kontakt Angehörigengruppe für Menschen mit Borderline-Erkrankung

Station P12

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Klingenmünster

06349 900-2120
p12pfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

Ansprechpartner

Brigitte Reichle

Sekretärin

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Kaiserslautern

Tel. 0631 5349-2201
brigitte.reichlepfalzklinikum.de

Albert-Schweitzer-Str. 64
67655 Kaiserslautern

Ansprechpartnerin für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen und Psychose-Seminar

Dr. Gudrun Auert

Chefärztin

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Kaiserslautern

Tel. 0631 5349-2201
gudrun.auertpfalzklinikum.de

Albert-Schweitzer-Str. 64
67655 Kaiserslautern

Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa

Pflegedirektorin

Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie (AdöR)

Tel. 06349 900-2051
b.anderl-doliwapfalzklinikum.de

Weinstraße 100
76889 Klingenmünster

Michael Wagner-Kopp

Leitender Oberarzt

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Kaiserslautern

Tel. 0631 5349-2201
michael.wagner-kopppfalzklinikum.de

Albert-Schweitzer-Str. 64
67655 Kaiserslautern

Dorothee Ruster-Hebel

Regionalleiterin Pflege

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Kaiserslautern

Tel. 0631 5349-2202
d.ruster-hebelpfalzklinikum.de

Albert-Schweitzer-Str. 64
67655 Kaiserslautern

Stefan Hammel

Klinikseelsorger

Klinikseelsorge

Klinikseelsorge, Kaiserslautern

Tel. 0631 5349-0

Albert-Schweitzer-Straße 64
67655 Kaiserslautern

Weitere Infos

Im Notfall

Sie benötigen Hilfe? Ihnen oder einem Familienmitglied geht es schlecht? Ärztliche Hilfe wird so schnell wie möglich benötigt?

In dringenden Fällen erreichen Sie uns Tag und Nacht unter:

06349 900-2020

Weitere Notfallnummern finden Sie hier.