130 Interessierte bei Richtfest in Maikammer
Maikammer. 130 Gäste hatten sich zum Richtfest für die Heilpädagogische Wohnstätte des Pfalzklinikums am 26. Februar angemeldet, und sie ließen sich von Regen und Wind nicht abhalten. Pünktlich zu 14 Uhr kamen sie in die Schwimmbadstraße/Ecke Weinstraße: Künftige Neubürger von Maikammer, ihre Nachbarn, Gemeinderatsmitglieder, das Bauteam und Pfalzklinikum-Mitarbeiter. Auch der 1. Kreisbeigeordnete Nikolai Schenk war dabei. Geschäftsführer Paul Bomke dankte als Bauherr allen, die zum bisherigen Gelingen des Projekts beigetragen hatten. Neben dem Bauteam nannte er Silke Seelos, Fachbereichsleiterin Heilpädagogik bei „Betreuen – Fördern – Wohnen“, und ihr Team sowie Lothar Kathmann vom Bau- und Flächenmanagement. „Bleiben Sie uns wohl gesonnen“, bat er die anwesenden Bürger, die seit der ersten Info-Veranstaltung vor zwei Jahren immer wieder Gelegenheiten zur Begegnung mit den Bewohnern genutzt hatten. „Ich freue mich sehr, dass die Bewohner nicht irgendwo am Ortsrand wohnen werden, sondern hier mitten in der Gemeinde“, betonte Orts- und Verbandsbürgermeister Karl Schäfer. Zimmermeister Matthias Gerdon aus Steinfeld unterstrich seinen Richtspruch mit dem symbolischen Glaswurf vom bereits gedeckten Dach, wo der traditionelle Richtstrauß vom Abschluss einer wichtigen Bauetappe kündete. „Wir liegen gut im Zeitplan“, erklärte Birgit Fuchs, Pädagogische Leiterin von „Betreuen – Fördern – Wohnen“ beim Rundgang durch zwei der vier miteinander verbundenen Häuser. Anhand von Plänen erläuterten sie und ihre Mitarbeiter, was auf dem 2.380 Quadratmeter großen Grundstück der ehemaligen Turnhalle entsteht. Hier sollen im Herbst 30 Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung einziehen und rund um die Uhr so viel Betreuung bekommen, wie sie benötigen – je nach ihren Fähigkeiten und dem individuellen Unterstützungsbedarf. Zurzeit leben die Heimbewohner noch in Edenkoben oder Klingenmünster – in Mehrbettzimmern, und freuen sich darauf, nach Maikammer umzuziehen. 1.500 Quadratmeter Wohnfläche und 250 Quadratmeter für Tagesstrukturierende Maßnahmen (TSM) stehen ihnen dann zur Verfügung, jeder bekommt ein eigenes Zimmer mit Duschbad. „Und wir können zusammenziehen“, strahlten die beiden Verlobten Lydia und Jörg. An Biertischen saßen sie und die anderen Bewohner zusammen mit Mitgliedern der gemeinsamen Planungsgruppe und schmiedeten Pläne für die Zukunft. Auch Architekt Joachim Becker und die Vertreter der beteiligten Baufirmen ließen sich deftige pfälzische Leberwurstbrote oder leckere Käsekreationen schmecken, liebevoll angerichtet vom Team des hauseigenen Konferenzmanagements. Dort, wo heute noch gastronomisch improvisiert wurde, soll ab Oktober der gemeinsame Wohnbereich für sechs Bewohner Gemütlichkeit ausstrahlen: Zimmerpflanzen, bequeme Sitzgruppen, eine moderne Küchenzeile stehen allen zur Verfügung, während die Einzelzimmer Rückzug und Ruhe bieten. Fünf solcher Wohngruppen sind geplant. Hinter dem Kürzel TSM verbergen sich übrigens Aktivitäten wie Bewegung - zum Beispiel im Bällchenbad oder auf der Terrasse, Entspannung – etwa bei leiser Musik oder kleine Arbeitsaufgaben, die die Bewohner regelmäßig übernehmen können. Heute hatten sie natürlich schon Feierabend – schließlich war Richtfest! Herausgegeben am 26. Februar 2010 |
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