stattkrankenhaus
Weniger Zeit im Krankenhaus – mehr Unterstützung zu Hause: Für Versicherte der DAK, die an Psychosen erkrankt sind

Das Ziel: Mehr Lebensqualität für Menschen mit psychischen Erkrankungen
„stattkrankenhaus“ heißt ein Angebot des Pfalzklinikums,das ein wichtiges Ziel hat: die bessere Behandlung und Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, insbesondere bei einer psychotischen Störung oder einer schweren Depression mit psychotischen Symptomen. Möglich wurde es durch einen Vertrag, den das Pfalzklinikum und das Landeskrankenhaus gemeinsam mit der Deutschen Angestellten-Krankenkasse DAK geschlossen haben.
Ein Vorteil: Kontinuierlicher Behandlungsprozess
Menschen mit Psychosen durchleben im Rahmen ihrer oft chronischen Erkrankung immer wieder Phasen der relativen Stabilisierung, aber auch Krisen. Deshalb ist ein kontinuierlicher Behandlungsprozess wichtig: Schon vor der Entlassung aus dem akutstationären Bereich klären wir gemeinsam mit den Betroffenen, wie die Behandlung weiter geführt wird. Das Team des „stattkrankenhaus“ nimmt schon während des Krankenhausaufenthalts Kontakt mit den Patienten auf und organisiert zusammen mit den Stationsmitarbeitern die weitere Behandlung, die auch aufsuchend erfolgen kann. So ist es möglich, stationäre Behandlungen zu verkürzen.
Die Beteiligten: Erkrankte Menschen, ihre Angehörigen und professionelle Helfer
Die Zuhause-Behandlung übernimmt ein multi-professionelles Team: Ärzte, Psychologen, Gesundheits- und Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten ... – hoch qualifizierte Frauen und Männer verschiedener Berufsgruppen. Auch sie sehen sich als Lernende, denn durch die Behandlung zu Hause lernen sie nicht nur das Umfeld der Patienten besser zu verstehen. Dieser ganzheitliche Ansatz einer engeren Zusammenarbeit
von Professionellen, Betroffenen und Angehörigen im häuslichen Milieu verspricht mehr Erfolg als die bisher gängige Praxis, wie internationale Erfahrungen, zum Beispiel aus Großbritannien und Kanada, bestätigen.
Ein Vorteil: Freiwillig, verbindlich und sehr flexibel
Das freiwillige Angebot können alle erwachsenen psychosekranken DAK-Versicherten wahrnehmen, für die das Pfalzklinikum zuständig ist. Die Zuständigkeit der niedergelassenen Ärzte und Therapeuten wird dadurch nicht verändert.
Der angestrebte Erfolg: Weniger Zeit im Krankenhaus – mehr Unterstützung zu Hause
Wichtiger Grundsatz des Behandlungskonzepts ist der angestrebte Erfolg, die Lebensqualität der Patienten und Angehörigen zu verbessern. Weniger Zeit im Krankenhaus – mehr Unterstützung zu Hause, das kann ein neuer Weg dahin sein. Zur Qualitätssicherung nimmt das „stattkrankenhaus“ an einer wissenschaftlichen Begleitforschung teil.
Individuelle Entscheidung: Stationär, teilstationär, ambulant – wie es am besten passt
Oft führt die noch immer weit verbreitete Art der Versorgung psychisch kranker Menschen mit schweren psychotischen Störungen zu Problemen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist eine kontinuierliche Behandlung im Interesse der Patienten nicht immer gewährleistet. Durch das Angebot „stattkrankenhaus“ soll diese kontinuierliche Form der Versorgung möglich gemacht werden. So kann sehr viel individueller berücksichtigt werden, auf welche Weise den Patienten die optimale Form an Behandlung, Pflege und Unterstützung geboten wird.
- Das Behandlungsteam ist rund um die Uhr erreichbar. Bei Bedarf kommt es möglichst früh in das gewohnte Umfeld des Patienten.
- Info-Flyer "stattkrankenhaus" als pdf-Datei zum Downloaden
„stattkrankenhaus“ in der Südpfalz
Weinstraße 100
76889 Klingenmünster
Telefon: 0 63 49 / 900 - 20 20
„stattkrankenhaus“ in der Westpfalz
Kerststr. 15
67655 Kaiserslautern
Telefon: 06 31 / 53 49 - 0
„stattkrankenhaus“ in der Nordpfalz
Krankenhausstraße 10
67806 Rockenhausen
Telefon: 0 63 61 / 45 95 - 0
Ansprechpartner in der Nord- und Westpfalz
Dr. Vanessa Biebel, Oberärztin
vanessa.biebel(at)pfalzklinikum.de
Martin Brömmer, Teamleitung stattkrankenhaus
martin.broemmer(at)pfalzklinikum.de
Mobil 0174/3312791
