Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie AdöR Klingenmünster

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Das Interdisziplinäre Schlafzentrum am Pfalzklinikum

Das Interdisziplinäre Schlafzentrum am Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster wurde bereits 1988 als eines der ersten Schlaflaboratorien in Rheinland-Pfalz und als 13. Schlafzentrum der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) eröffnet. Gegründet wurde es vom Ärztlichen Direktor des Pfalzklinikums, Prof. Dr. Reinhard Steinberg, lange Zeit Vorstandsmitglied der DGSM.
Der Leiter des Schlafzentrums, Dr. Hans-Günter Weeß, ist aktives Mitglied der DGSM, leitet Arbeitsgruppen und ist für die Strukturqualität von DGSM-akkreditierten Schlafzentren in Süddeutschland zuständig.

Ein besonderes Merkmal des Klingenmünsterer Schlafzentrums ist die multiprofessionelle Zusammensetzung des Teams (Psychiater, Neurologe, Psychologe, Internist, Pflegekräfte), so dass nahezu alle 88 wissenschaftlich bekannten Schlafstörungen diagnostiziert und behandelt werden können. Die große Gruppe der Ein- und Durchschlafstörungen betrifft allein etwa 10 % der Bevölkerung. Die schlafbezogenen Atmungsstörungen - am bekanntesten ist die Schlafapnoe – und motorische Störungen, z.B. das Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine) treten in einer Häufigkeit von  4 bzw. 6 % auf. Das Schlafzentrum am Pfalzklinikum ist durch seine medizin-technische Ausstattung und das hohe Qualifizierungsniveau der Mitarbeiter in der Lage, auch seltenere Krankheitsbilder, z.B. epileptische Anfälle während des Schlafes oder das Schlafwandeln zu behandeln.

Das Schlafzentrum am Pfalzklinikum beteiligt sich bundesweit und über die Bundesgrenzen hinaus aktiv an der somnologischen Fort- und Weiterbildung von Ärzten und medizinischem Personal der Schlafmedizin. Wissenschaftliche Schwerpunkte liegen auf der Pharmakologie des Schlafes, der schlafmedizinischen Methodik und den sozio-ökonomischen Auswirkungen von Schlafstörungen, z.B. reduziertes Leistungsvermögen am Arbeitsplatz oder Einschränkungen der Fahrtauglichkeit wegen Schläfrigkeit am Steuer. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden sowohl auf nationalen als auch internationalen Kongressen und in der Fachliteratur publiziert.

Im Jahr 2001 wurde das Interdisziplinäre Schlafzentrum am Pfalzklinikum mit Fördergeldern des Landes Rheinland-Pfalz zu einem großen Kompetenzzentrum mit insgesamt 10 Behandlungseinheiten und elf Vollzeitstellen ausgebaut.