Unsere Geschichte
Die Gründer des Pfalzklinikums handelten in bester Absicht, als sie 1857 eine Klinik für Geisteskranke auf der grünen Wiese in der idyllischen Südpfalz bauten. Fern von ihrer krankmachenden Umgebung sollten die Kranken in schöner Landschaft genesen. Doch das historisch gewachsene Konzept der zentralen psychiatrischen Versorgung trug mit zur Isolation und Ausgrenzung der seelisch Kranken bei.
Inzwischen geht die Entwicklung hin zu gemeindenahen psychiatrischen Kliniken. Das Netz von stationären, teilstationären und ambulanten Behandlungseinrichtungen wird über die ganze Region eng geknüpft , um psychisch Kranke in ihrer gewohnten Umgebung und in der Nähe ihrer Familien zu behandeln und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Die Regionalisierung der Erwachsenen-Psychiatrie ist inzwischen abgeschlossen, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde mit der Eröffnung einer Tagesklinik in Kaiserslautern ein erster wichtiger Schrittt gemacht.
Heute hält das Pfalzklinikum an elf Orten der Pfalz Angebote für psychisch kranke und behinderte Menschen bereit - es ist zu einem Klinikum für die ganze Pfalz geworden.
Mehr über die Zeit des Nationalsozialismus und den Umgang mit diesem dunkelsten Kapitel in der Klinikgeschichte finden Sie auf den folgenden Seiten.
Von der "Kreisirrenanstalt" zum Pfalzklinikum
| 1857 | Eröffnung der Kreisirrenanstalt Klingenmünster mit 250 Betten | ||
| 1859 | Einweihung des Klinikfriedhofs | ||
| 1866 | Gründung der Klinikfeuerwehr | ||
| 1870 | Kriegslazarett im deutsch-französischen Krieg | ||
| 1888 | Fertigstellung eines Freischwimmbades, überwiegend von Patienten erbaut | ||
| 1893 | Errichtung der ersten freien, nicht geschlossenen Station; Eröffnung eines landwirtschaftlichen Betriebes (Gutshof) | ||
| 1895 | Über 600 Patienten werden betreut | ||
| 1910 | Umbenennung in "Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster" | ||
| 1913 | Installation von elektrischem Licht | ||
| 1914 | Reservelazarett im 1. Weltkrieg | ||
| 1923 | Alte Zellenabteilungen werden in moderne Krankenabteilungen umgestaltet. | ||
| 1929 | Über 1000 Patienten werden betreut. | ||
| 1933 | Beginn der Verstrickungen in die NS-Psychiatrie | ||
| 1939 | Evakuierung der Anstalt als Folge der Frontnähe im 2. Weltkrieg nach Bayern | ||
| 1940 | Rückkehr nach Klingenmünster | ||
| 1943 | 1600 Patienten | ||
| 1946 | 851 Patienten | ||
| 1952 | Umgestaltung der Anstalt mit fürsorgerisch-pflegerischem Charakter in eine klinisch-therapeutische Einrichtung, z. B. Aufbau einer Arbeits- und Beschäftigungstherapie | ||
| 1953 | Umbenennung der "Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster" in "Pfälzische Nervenklinik Landeck" | ||
| 1954 | Eröffnung der Krankenpflegeschule | ||
| 1957 | 1500 Patienten | ||
| 1960 | Beginn einer Reihe von Neubaumaßnahmen | ||
| 1969 | 1930 Planbetten | ||
| 1973 | 1580 Betten, Rückgang der Bettenzahl durch Schaffung von Pflegeheimen | ||
| 1973 | Einweihung des Neubaus der Jugendpsychiatrie | ||
| 1973 | Abbau der Fenstervergitterung auf den Altbaustationen | ||
| 1973 | Umbenennung der "Pfälzische Nervenklinik Landeck" in "Pfalzklinik Landeck" | ||
| 1976 | Umbau von Krankensälen in kleinere Zimmer | ||
| 1978 | Erster Spatenstich für das Behandlungs-, Kommunikations- und Versorgungszentrum mit Cafeteria, Kasino, Schwimmhalle, Kegelbahn, Friseur usw. | ||
| 1982 | Gliederung der Klinik in Fachabteilungen; Möglichkeit, die Patienten nach Krankheitsbildern unterzubringen und gezielt zu behandeln | ||
| 1986 | Beginn der tagesklinischen Arbeit in Klingenmünster | ||
| 1988 | Eröffnung des Interdisziplinären Schlafzentrums | ||
| 1991 | Eröffnung der ersten Psychiatrischen Institutsambulanz in Klingenmünster | ||
| 1993 | Eröffnung der ersten Psychiatrischen Tagesklinik in Landau | ||
| 1993 | Einweihung des Gedenksteins für die Opfer der NS-Psychiatrie in Klingenmünster | ||
| 1995 | Eröffnung der ersten forensischen Wohngruppe in Rheinland-Pfalz | ||
| 1998 | Gründung des "Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie" als Anstalt des öffentlichen Rechts | ||
| 1998 | Erscheinen des Buches "Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1933 - 1945" von Karl Scherer, Otfried Linde und Roland Paul | ||
| 1999 | Eröffnung der Tagesklinik in Kaiserslautern | ||
| 1999 | Übergabe einer neuerbauten Sport- und Mehrzweckhalle an die Klinik für Forensische Psychiatrie | ||
| 2001 | Eröffnung der Tagesklinik in Kusel | ||
| 2001 | Eröffnung der Wohngruppe in Edenkoben | ||
| 2002 | Eröffnung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Rockenhausen | ||
| 2002 | Eröffnung der Tagesklinik in Speyer | ||
| 2002 | Eröffnung der Wohngruppe in Dahn | ||
| 2002 | Eröffnung der Station "Cleaneck" in Klingenmünster, der ersten Station zum qualifizierten Entzug von illegalen Drogen mit Akupunktur in Rheinland-Pfalz | ||
| 2003 | Bezug des modernisierten Gebäudes 8 mit drei Stationen der Klinik für Forensische Psychiatrie | ||
| 2003 | Gründung des Südpfälzischen Zentrums für Pflegeberufe in Klingenmünster - Kooperation der Krankenpflegeschulen des Pfalzklinikums und des Klinikums Landau-Südliche Weinstraße | ||
| 2003 | Pfalzklinikum wird Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz | ||
| 2004 | Gründung des Klinischen Ethikkomitees | ||
| 2005 | Eröffnung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Kaiserslautern | ||
| 2005 | Eröffnung der Wohngruppe in Rodalben | ||
| 2005 | Eröffnung der Tagesklinik in Wörth-Maximiliansau | ||
| 2005 | Zertifizierung des Pfalzklinikums nach KTQ | ||
| 2006 | Bezug des neuerbauten Gebäudes 6 in Klingenmünster für die Allgemeinpsychiatrie und übergangsweise für die Neurologie | ||
| 2006 | Eröffnung der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Kaiserslautern | ||
| 2006 | Einweihung des neuen Logistikzentrums mit Leitstelle und Fahrzeughallen, auch für die Werkfeuerwehr, in Klingenmünster | ||
| 2007 | Einweihung des neuerbauten Gebäudes 11 mit zwei Stationen und der Ergotherapie der Klinik für Forensische Psychiatrie | ||
| 2007 | Gründung des Trägerverbundes "Ambulante Reha Sucht"; Start des ambulanten Angebots in Landau; Auszeichnung mit dem Innovationspreis des Landes zum Jahresende | ||
| 2007 | Umbau und Modernisierung des Hauses Guttenberg im Heimbereich "Betreuen - Fördern - Wohnen" | ||
| 2008 | Schaffung des neuen Angebots "ambulante psychiatrische pflege und betreuung" | ||
| 2008 | Neubau eines Parkplatzes vor dem Klinikgelände an der Weinstraße mit 207 Pkw-Stellplätzen | ||
| 2008 | Einweihung der "Pfälzischen Gedenkstätte für die Opfer der NS-Psychiatrie" am 11. April auf dem Klinikfriedhof Klingenmünster | ||
| 2008 | Re-Zertifizierung des Pfalzklinikums nach KTQ | ||
| 2008 | Eröffnung der Forensisch-Psychiatrischen Ambulanz | ||
| 2009 | Auswärtige Sitzung des Landtags Rheinland-Pfalz im Pfalzklinikum Klingenmünster anlässlich des Gedenktages am 27.01.2009 für die NS-Opfer | ||
| 2009 | Ausweitung des Angebots "ambulante psychiatrische pflege und betreuung" auf die Region Rockenhausen | ||
| 2009 | Bezug des komplett modernisierten Gebäudes 29 in Klingenmünster durch die Klinik für Forensische Psychiatrie | ||
| 2009 | Bezug des neu errichteten Gebäudes für die Stationen der Sozialtherapie am Pfalzinstitut in Klingenmünster | ||
| 2009 | Erscheinen des Buches von Christof Beyer "Von der Kreisirrenanstalt zum Pfalzklinikum. Eine Geschichte der Psychiatrie in Klingenmünster" | ||
| 2010 | Einweihung des modernisierten Gebäudes 9 mit drei Stationen der Klinik für Forensische Psychiatrie - Abschluss des Komplett-Umbaus in der Forensik | ||
| 2010 | Eröffnung der Heilpädagogischen Wohnstätte in Maikammer /Schließung von Haus Rietburg in Edenkoben und von Haus Madenburg in Klingenmünster | ||
| 2010 | Gründung des Medizinischen Versorgungszentrums Pfalzklinikum GmbH als Tochtergesellschaft des Pfalzklinikums; Eröffnung des MVZ in Kaiserslautern | ||
| 2010 | Gründung der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Klingenmünster aus den Abteilungen Allgemeinpsychiatrie, Abhängigkeitserkrankungen und Schlafmedizin | ||
| 2011 | Eröffnung der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Pirmasens | ||
| 2011 | Einweihung der modernisierten Gebäude 3 und 4 (südlicher Flügel des Hauptgebäudes) für die Allgemeinpsychiatrie | ||
| 2012 | Eröffnung der Tagesstätte für Menschen mit Demenz in Bad Bergzabern | ||
